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7. Skrwa – Paddelbootroute.

Die Skrwa, rechter Nebenfluss der Weichsel (114 km lang) bildet die geschichtliche Grenze zwischen dem Dobriner Land und dem Płocker Teil von Masowien. Im Oberlauf mäandert sie, im Unterlauf durchfließt sie den Brodziński Landschaftspark (3171 ha), der in einem vielfältig gestaltetem Waldgelände liegt. In diesem Landschaftspark treten vor allem Eichen- und Hainbuchenwälder sowie Mischwälder auf. In letzteren herrschen Eichen, Hainbuchen, Linden, Ahorne sowie Bergahorne vor. Einen geringeren Anteil an Baumarten haben hierin auch Kiefern, Fichten, Birken und Buchen. Im Unterwuchs treten auch seltene Pflanzengattungen wie Schneeglückchen, Seidelbaste und Sternmieren auf. Im Landschaftspark leben Wildschweine, Rehe, Fuchse, Dachse, am Fluss Bieber und Fischotter. Von den geschützten Vogelarten leben hier der Schwarzstorch, der Reiher, der Höckerschwan, der Wespenbussard. In der Skrwa leben folgende Fischarten: Blei, Plötze, Güster, Hecht; Zander, Wels. Am linken Flussufer befinden sich zwei Naturreservate „Sikórz” und „Brwilno”. An der Mündung in die Weichsel finden die Angler eine fischreiche Angelstelle. Die 100 km lange Paddelbootroute bietet ein wahres Naturerlebnis. Im Oberlauf ist die Route verhältnismäßig schwierig, ab der Ortschaft Tłuchówek wird die Paddelbootfahrt wesentlich leichter. Die Paddelbootroute beginnt am Abfluss der Skrwa aus dem Skrwilno-See. Unterwegs führt die Paddelbootfahrt an sehenswerten Ortschaften vorbei, an Skrwilno, das von 9. bis zum 13. Jahrhundert eine Grenzburg war und in dem 1379 die erste Pfarrei (Diözese Płock) gegründet wurde. Im Januaraufstand sind hier in einer Schlachtgegen die Russen acht Aufständische gefallen, an die ein Kreuz auf dem Ortsfriedhof erinnert. Die Kirche wurde 1852 im spätklassizistischen Stil gebaut und 1888-1894 ausgebaut. Sie hat zwei Türme, die mit Turmhelmen mit Laternenaufsätzen abgeschlossen sind. Die Innenausstattung ist jüngerer Herkunft. Weiter fährt man an Łukomie vorbei, einer Ortschaft, die fürs Zelten gut geeignet ist, und in der sich eine Holzkirche, ein aus dem 19. Jahrhundert stammender Gutshof sowie eine Mühle befinden. Kurz nach der Mündung der Sierpienica, vor einer Eisenbahnbrücke gibt es sich eine Anlegestelle, die am Museum des Dorfes der Region Masowien liegt. Das 60,5 ha großes Museum ist ein 1971 in Sierpc gegründetes Freilichtmuseum mit 78 Objekten, darunter 11 Bauernhöfen, die aus den Dörfern, die auf beiden Seiten der Weichsel liegen (Umgebung von Płock und Gąbin), hierher verlegt wurden. Die Ausstattung der Bauernhöfe (zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert) ermöglicht einen Einblick in das damalige Alltagsleben der Bauern, in ihre Arbeitsweise und in ihr Feiern. Die Route führt des Weiteren an Choczeń (Wassermühle), Malanowo Stare (alte Brücke, Mühle), Tłuchuwek (Mühle), Cieślin (Zeltplatz), Bądkowo Kościelne (spätbarocke Kirche von 1781-1790 mit einem 1632 von Giovanni Battista Gisleni für die Benediktiner von Płock entworfenen Portal) vorbei. Battista Gisleni war ein italienischer Architekt des Barocks, Bühnenbildner, Theaterdirektor und Musiker. Er wirkte an den Höfen mehrerer polnischer Könige. Brudzyń Duży, ein Dorf, in dem 1370 Paweł Włodkowic, ein großer Gelehrter, Jurist und Rektor der Jagiellonen-Universität geboren war und in dem sich ein im eklektischen Stil errichteter Gutshof (heute Schule) befindet sowie Murzynowo, in dem ein museales Fischerhaus mit Fischerausstattung zu sehen ist und bei dem die Paddelbootroute endet, sind die letzten sehenswerten Ortschaften an der Route.

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