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5. Barocke Karmelitanerkloster.

Im Dobriner Land gibt es zwei wunderschöne, in der Hügellandschaft gelegene barocke Klosteranlagen, die dem Karmeliterorden gehören. Die ältere Klosteranlage befindet sich in Obory. Sie wurde als Votivgabe von dem Ehepaar der Gutsbesitzer Anna und Łukasz Rudzewski, das keine Kinder hatte, gestiftet. Sie ließen 1605 am Fuße des Grodzisko-Hügels eine Holzkirche und ein Gebäude mit Klosterzellen errichten. Dann holten sie aus dem Konvent von Bydgoszcz Karmeliter, denen sie die Hälfte der Güter , die zu Obory gehörten, schenkten und zur Errichtung einer gemauerten Klosteranlage verpflichteten. Die Karmeliter brachten eine Lindenstatue der Gottesmutter, die auch Pieta genannt wird, mit. Diese gotische Skulptur aus dem 15. Jahrhundert wurde Jahrhunderte lang als Gnadenspenderin verehrt. 1626 fiel die Holzkirche einem Brand zum Opfer. Der Bau einer neuen Kirche wurde im Jahr 1641 begonnen. Kriege, Seuchen und Konflikte unter den Stiftern und Förderern verursachten, dass die Klosteranlage etappenweise, also im Jahre 1642, 1694 sowie in den Jahren 1746-1753 gebaut wurde. 1740 stiftete Juliusz Dziewanowski als Votivgabe fürs Überleben seines Sohnes eine Kapelle. In den Jahren 1748-1749 wurde der 45 m hohe Turm gebaut. In den Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts wurde die Klosteranlage samt der Kirche beschädigt und geplündert. Nach 1844 wurden die Ordensbrüder und Priester wegen ihrer patriotischen Predigten und Hilfeleistung an die Aufständischen von den russischen Machthabern interniert. Im zweiten Weltkrieg benutzten die deutschen Besetzer die Klosteranlage als Übergangslager für Geistliche. Die Pieta wurde von einem Ordensbrüder gerettet, der sie zuerst in den Klosterkatakomben und dann im benachbarten Dorf aufbewahrte, bzw. aufbewahren ließ. Die Klosterkirche hat eine reiche Barock- und Rokokoausstattung. Der Hauptalter von 1696 wurde im Barockstil errichtet, während die Orgel und Chorgestühl im Rokokostil sind. In der Klosterkirche befinden sich darüber hinaus Epitaphien für Adelsfamilien aus dem Dobriner Land: Borzewski, Dziewanowski, Mioduski, Nałęcz, Piwnicki, Rzeszotarski. Auf dem Grodzisko-Hügel befindet sich ein aus dem 18. Jahrhundert stammender Friedhof mit Katakomben. In der Klosterparkanlage wurde 2004-2005 ein Kreuzweg mit 15 Stationen angelegt.

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Die Klosteranlage in Trutowo wurde von Jan Rętwiński gestiftet, dessen Portrait im Hauptschiff der Klosterkirche hängt. Zuerst (1725-1738) wurde die Klosterkirche gebaut. Der Bau des Klosters wurde nach 1740 fertig gestellt, während der Turm 1753 errichtet wurde. Das Kloster wurde in der verlängerten Kirchenachse errichtet, so dass die Kirche keine Westfassade hat. Die auf einem Hügel gelegene Klosteranlage mit einem imposanten mit zwiebelförmigem Helm und Laternenaufsatz versehenen Turm in der Mitte lässt ein idyllisches Landschaftsbild entstehen. Im Inneren Bogennischen und Emporen. Im Hauptschiff zu bewundern sind architektonisch wertvolle Rokokoaltäre, Knie- und Sitzbänke, zahlreiche Kirchengemälde unterschiedlicher Art und Skulpturen. Die schiffförmige Kanzel aus dem 18. Jahrhundert ist ein hervorragendes Kunststück der Schnitzerei. Sie ist am Brüstungsteil mit den Szenen aus der Geschichte des Karmeliterordens bemalt, die ihren künstlerischen Wert erhöhen. Fröhliche Farben eines spätbarocken Deckengemäldes von 1738, das 1960 renoviert wurde, verleihen dem Innenraum der Kirche eine besondere Atmosphäre. Am Hautschiffgewölbe befinden sich vier Evangelisten und vier Kirchenväter. An den Wänden des Hauptschiffes sind Bilder der sieben Heiligen. Über dem Chorraum befindet sich ein Gemälde, das die Gottesmutter als gute Hirtin zeigt. Am Chorraumgewölbe wird Elias’ Flucht vor der Königin Isebel thematisiert sowie die Gottesmuttersäule mit der Schönheit des Karmel dargestellt. Einen zusätzlichen Reiz verleihen den Gemälden Putten, die, zwischen den ernsten kirchlichen Szenen platziert, diese Szenen auflockern.

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