plendefrruesjp

4. Górzno und Umgebung.

Die seit 1239 bekannte Ortschaft hat seit 1327 Stadtrechte. Bis zur ersten Teilung Polens (1772) war Górzno im Besitz der Bischöfe von Płock. In der Nähe von Górzno überschritten die polnischen Truppen nach der Niederlage des Novemberaufstandes die Grenze Preußens. Die 1765-1812 von Ordensbrüdern im Barock- und klassizistischen Stil errichtete Heiligkreuzkirche hat eine interessante Innenausstattung. In der Krypta befinden sich mumifizierte Leichname der Ordensbruder. In der Stadtmitte befinden sich viele Holz- und Fachwerkhäuser, die Ende des 18. Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut wurden und typische damalige Bauweise von Masowien widerspiegeln. Zwischen dem Górzeńskie-See und Młyńskie-See befindet sich eine frühmittelalterliche Burg, die „Dziewicza Góra” [Jungfernberg] genannt wird. Am Górzeńskie-See ist auch eine überwachte Badestelle sowie ein Verleih, der Paddelboote, Wassertreter, Mountainbikes und Pferdebritschkas verleiht. Zahlreiche Wander-, Radwandererwege sowie viele Plätze zum Angeln begünstigen aktive Erholungsformen. In Górzno gibt es auch Hotels mit Seminarräumen, in denen Tagungen und Konferenzen veranstaltet werden. Es gibt hier 4 Hotels und Gasthäuser, 11 Urlaub bietende Bauernhöfe, 3 Restaurants und 2 Bars. Die Stadtväter und Sportvereine veranstalten jedes Jahr Sportwettbewerbe: im Juli Polnische Triathlon-Meisterschaften, Biathlon für Behinderte (im Rollstuhl), offenes Volleyballturnier unter Beteiligung des Nationalen Behinderten-Volleyballteams. Beachvolleyball-Picknick, Volleyballturnier „keine Grenzen“, Beachfußballturnier, Stanisława-Walasiewiczówna-Nachtlauf im Andenken an die Siegerin der Olympischen Spiele 1932, die in Wierzchownia bei Górzno geboren war (1911-1990).

Bildgalerie

 

Górzno liegt am Rande des Górzmieńsko-Lidzbarski-Landschaftsparks, der an der Grenze von vier geschichtlichen Regionen liegt, des Dobriner Landes, des Culmer Landes, des Michelaer Landes und Masowiens. Hier verlaufen hydrographische Wasserscheiden, sowie Grenzen des Auftretens von verschiedenen Pflanzarten und Grenzen von Klimazonen. Dies sowie der Grenzcharakter dieses Gebietes wirkten sich ungünstig auf dessen Besiedlung aus. Daher gibt es hier große zusammenhängende Waldgebiete und unberührte Landschaften. Die Landschaft weist hier verschiedenartige Formen auf, die postglazialer Herkunft sind. Hierzu zählen Hügelrücken, Hügel, Drumlins, Moränenhügel, Seerinnen, Flusstäler, Geländevertiefungen. In der Nähe von Górzno und Leźno ähnelt die Landschaft einer Berglandschaft mit Höhenunterschieden von 40-50 m. Der Fluss Brynica mit dem Nebenfluss Górzanka mit steilen bis 20 m hohen Ufern, Schluchten und Hohlwegen und quellenhaltigen Geländenischen ähnelt stellenweise einem Gebirgsbach. Viele Naturschutzgebiete stellen etwa 100 Pflanzarten und 214 Tierarten unter Schutz. Das Naturschutzgebiet „Jar Brynicy“ umfasst den Durchbruch des Flusses, die die Grenze des Dobriner Landes bildet. Unter Naturschutz steht hier u. a. ein 200 Jahre alter Ahorn- und Lindenwald, der an den steilen Flussufern wächst. Ein Ahorn- und Lindewald, verbunden mit einem Eschen- und Erlenwald am Młyńskie-See steht unter Naturschutz im Naturschutzgebiet „Szumny Zdrój“. Ein weiteres Naturschutzgebiet „Ostrowy nad Brynicą“ umfasst einen Kiefern- und Lindenwald, der inselartig in einem Wiesenlandschaft auf dem mit Wiesen bewachsenen alten Torfmoor wächst. Am Bryńskie-See liegt auch das eine Natursonderschutzzone bildendes Naturschutzgebiet „Czarny Bryńsk“, in dem ein Sumpfnetz unter Naturschutz gestellt wurde, das die Existenz einer in Polen selten auftretenden Pflanzenart aus der Familie Sauergrasgewächse, nämlich der Binsenscheide ermöglicht.

Bildgalerie