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3. Drwęca [Drewenz] Paddelbootroute.

Die Drewenz bildet im Nordwesten die Grenze des Dobriner Landes. Sie ist Lebensraum von 37 Fischarten und bildet in ihrem ganzen Verlauf (ca. 220 km) ein einzigartiges Fischschutzgebiet „Rzeka Drwęca” [Fluss Drewenz]. Unter besonderem Schutz stehen hier solche Fischarten wie Bachforelle, Lachs, Seeforelle und Zährte. Hier finden auch einen günstigen Lebensraum: Groppe, weiße Fischarten wie Karpfen, Blei, Plötze sowie Raubfische wie Hecht, Zander, Barsch, Kaulbarsch. Zu den seltenen Fischarten gehört Bachneunauge. Für erfahrene Angler ist Drewenz ein sehr interessantes Fischfanggebiet. Sie ist überdies auch für Paddler eine große Attraktion. Von der Mündung des kleinen Flusses Rupienica flussabwärts befinden sich sehr interessante Plätze zum Kennenlernen. Waldschutzgebiet „Tomkowo“ (Eichen- und Hainbuchenwald mit Lärchen). Im Flusstal befindet sich in einem klassizistischen Gutshof aus dem 18. Jahrhundert ein Bauernhof, der Ferien anbietet. Płonko, eine mittelalterliche Burg („Szaniec” [Schanze]), in der Nähe das Lärchennaturschutzgebiet „Bobrowisko“. Golub-Dobrzyń, in den Jahren 1815-1916 eine preußisch-russische Grenzstadt. Im Dobriner Teil klassizistische Kirche von 1823 mit einem wertvollen, gotischen Kreuz, im Goluber Teil eine Burg (1296-1309) an der Stelle einer frühmittelalterlichen Wehrburg, heute Hotel, Gaststätte und Austragungsort von internationalen Ritterkampfspielen, gotische Kirche (1293-1350) mit kunststückreicher Innenausstattung. Dulnik eine am Bach Lubianka gelegene Siedlung. Wasserholzmühle und Müllerhaus als Beispiele der landwirtschaftlich geprägten industriellen Architektur. Ciechocin, ein Dorf, dessen Geschichte bis in die Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückreicht. Gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert (später umgebaut) mit barocker Innenausstattung. Auf dem rechten Ufer Elgiszewo, Siedlung Karbówko (reiches Übernachtungsangebot). Młyniec, ein durch die Drewenz in zwei Teile eingeteiltes Dorf, die unter den Teilungen zwei verschiedenen Staaten (Russland und Deutschland) angehörten. Am linken Ufer eine Holzkirche von 1750 mit Barock- und Rokokoausstattung. Złotoria, ein seit 1240 bekanntes Dorf, eine neugotische Kirche von 1904. Im Mündungseck, in dem die Drewenz in die Weichsel einmündet, eine Ruine der 1343 vom König Kasimir dem Großen errichteten Grenzburg, die Königreich Polen vor dem Deutschordensstaat schützte. Fryderyk Chopin besuchte 1825 diesen Ort. Am rechten Ufer Kaszczorek, früher ein Dorf, heute in den Grenzen von Toruń. An der Brücke eine Filiale des Freilichtmuseums in Toruń mit verschiedenen Ausstellungen (Weichselbarken und Volkarchitektur, Fischerschutzhütten).

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