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Natur

Das Landschaftsbild ist auf die Wirkung des Inlandeises der skandinavischen Vereisung zurückzuführen, das, den physischen und chemischen Gesetzen folgend in Verbindung mit kinetischer Energie der Sonne, die Landschaft gestaltete. Der Gletscher wirkte Tausende Jahre lang. Als das Inlandeis seinen Rückgang antrat, also zu schmelzen begann, wirkten die Strömungen, in denen seine Gewässer flossen, weiter an der Mitgestaltung der Landschaft nach. So entstanden glaziale Rinnen mit Rinnenseen. Bunte Felsblöcke, die im Laufe der Vereisung aus dem Norden hergeschleppt wurden, hinterließen Moränenhügel, sowie längliche Hügel von tropfenförmigem Grundriss, die Drumlins und sandige Schotterebenen. Sie verliehen auch den breiten Tälern , in denen heute die Weichsel und Drewenz fließen, ihre Gestalt.

Kam der Rückgang des Inlandeises für eine längere Zeit zum Ruhestand, so entstanden relativ hohe Hügel (100-150 m ü. d.M.), in denen Zuge zwischen Weichsel, Drewenz und Skrwa der Dobriner Landrücken liegt. Ein Gebiet mit vielen Seen bezeichnen die Geographen als Seenplatte. Das Dobriner Land bildet den südlichen Teil einer Seenplatte mit tiefen Rinnenseen und relativ seichten, kleinen Rundseen, die nach der Schmelzung des Inlandeises in den Geländenischen entstanden sind. 

Von den zahlreichen Seen der Dobriner Seenplatte zählen der Urszulewskie-See (250 ha), Żalskie-See (Wielgie 160 ha), Wielkie-See (133 ha) zu den größten. Die Angler können hierin u. a. Hechte, Zander, Barsche, Schleien, Aale, Karpfen, Bleie, Plötzen und Zwergmaränen fangen.

Die Drewenz, die das Dobriner Land vom Norden umgibt, bildet in ihrem ganzen Lauf (über 100 km) ein polenweit einmaliges und europaweit seltenes Fischschutzgebiet, in den u. a. Forellen, Lachse, Seeforellen, und Zährten unter Schutz stehen. Die Drewenz, die seit 1000 Jahren eine natürliche Grenze zwischen dem Dobriner Land und dem Płocker Teil von Masowien bildet, ist mit ihren bewaldeten Ufern und Mäandern ein Paradies für Freizeitkanuten. Die Weichsel ist übrigens auch von der Seite der steilen Dobriner Ufer als von der Seite des flachen Kujawien interessanter. Daher sind die internationalen Regatten, die auf dem Stausee von Włocławek ausgetragen werden, besser von der Dobriner Seite anzuschauen. Touristisch attraktiv sind darüber hinaus die linken Nebenflüsse der Drewenz Rypienica i Ruziec.

Die gestaltende Kraft des Inlandeises wurde nach seinem Rückgang von anderen Naturkräften (Sonne, Wind, Regen, und dgl. mehr) ersetzt, die unfruchtbare Moränen und Sander in fruchtbare Erde umgewandelt haben. Winde und Überschwemmungen brachten unterschiedliches Samengut mit und formten den toten Relief dieser Landschaft zu einer lebendigen Natur. Die Natur, die sich dem Wechsel der Jahreszeiten mit unterschiedlichen Temperaturen anzupassen hatte, entwickelte eine Vielzahl von Farben, die von den Menschen durch die Ackerbewirtschaftung um weitere Farbenvarianten des Gelben, des Grünen, des Braunen und des Schwarzen bereichert wurde. Nach lang andauernder, rücksichtsloser Nutzung der Natur fingen die Menschen an, Naturschutzgebiete, Nationale Parke und Landschaftsschutzgebiete ins Leben zu rufen. Es gibt im Dobriner Land folgende Naturschutzgebiete: „Szumny Zdrój“, „Tomkowo“, „Okalewo“, „Zielona Kępa“, „Bobrowisko“, „Torfowisko Mieleńskie“, „Góra Modrzewiowa“ und „Kulin“. Im letzteren wächst am steilen Weichselufer eine seltene Staude, die Diptam, die auch brennender Busch genannt wird. Diese Pflanzenart kann Moses Brennender Dornbusch aus der Bibel gewesen sein. Ihr Beinahmen ist wohl auf die Eigenschaft des ätherischen Öls zurückzuführen, das in der Reifenzeit die Drüsen der Fruchtstände der Pflanze abgeben und das ein leicht selbst entzündbares brennbares Gas enthält.

Die Drewenz bildet in ihrem ganzen Lauf (219, 3 km) ein einmaliges Fischschutzgebiet. Hierin leben 37 Fischarten, die sowohl in Flachlandflüssen als auch in Bergflüssen auftreten. Zu den letzteren gehören Forelle, Seeforelle Zährte und Lachs. Auch die Tierwelt (Reptile, Lurche, Säugetiere) ist reich vertreten. Man kann einem großen Elch, einem Hirsch, einer Reh, einem Wildschwein, einem Baummarder, einem Wiesel, einem Dachs, einem Fischotter bzw. einem Biber begegnen. Ein interessantes, in kalten Gewässern lebendes Säugetier ist die Wasserspitzmaus (Neomys fodiens). Ihr von unter der Zunge liegenden Giftdrüsen produziertes Sekret wirkt bei Tieren tödlich. Die Dobriner Seenplatte ist auch ein Vogelparadies. 140 Vogelarten und 49 weitere Vogelarten, die hier überwintern, finden hier günstige Lebensbedingungen. Die meisten davon, insbesondere der Schwarzstorch, der Schreiadler, der Seeadler sowie Falken stehen unter Schutz. Der Górzańsko-Licbarski Landschaftspark mit dem Naturschutzgebiet „Szumny Zdrój“ liegt zum Teil im nordwestlichen Teil des Dobriner Landes.

Auch ein anderer Waldlandschaftspark liegt zum Teil in den Grenzen des Dobriner Landes, denn in seinem südöstlichen Teil an der Skrwa-Mündung liegt Brudzeński-Landschaftspark.